Unsere Partnerschaft mit lokalen Landwirten
Die Mission von Second Harvest of Silicon Valley ist es, den Hunger in unserer Gemeinde zu beenden. Unsere Arbeit hat aber auch erhebliche Auswirkungen auf die Umwelt. Im vergangenen Jahr rettete Second Harvest über 40 Millionen Kilogramm frische, hochwertige Lebensmittel, darunter Obst und Gemüse, Milchprodukte und Proteine. Indem wir diese Lebensmittel retten – die sonst auf den Feldern verrottet oder in Geschäften entsorgt worden wären – tragen wir dazu bei, dass nahrhafte Lebensmittel die Bedürftigen erreichen, anstatt verschwendet zu werden.
Zusätzlich zu unserer Lebensmittelrettungsarbeit verhindert Second Harvest auch auf andere Weise Lebensmittelverschwendung. Von den 68 Millionen Kilogramm Lebensmitteln, die wir letztes Jahr an die Bevölkerung verteilt haben, entsprachen nur 2,31 Tonnen nicht unseren Qualitätskontrollstandards – und selbst diese wurden sinnvoll genutzt!
Seit 2010 arbeitet Second Harvest mit zwei kleinen Tierfarmen zusammen und stellt ihnen kostenlos unsere unbrauchbaren Überschüsse zur Verfügung. Die Bauern verwenden diese Lebensmittel zur Fütterung ihrer Kühe, Pferde, Hühner, Ziegen, Schweine und Enten. Was die beiden Farmen nicht verwenden, geht an Mission Trail Waste Systems, das aus den weggeworfenen Lebensmitteln Schweinefutter und organischen Flüssigdünger herstellt.
Wer nutzt unsere zusätzlichen Lebensmittel?
Joe und Jorge sind zwei befreundete Landwirte aus San Jose, die mit Second Harvest zusammenarbeiten, um sonst verschwendete Lebensmittel in Futter für ihr Vieh und andere Tiere umzuwandeln. Die beiden Freunde beziehen ihre Produkte seit fast 15 Jahren von Second Harvest und verarbeiten ungenutzte Lebensmittel zu wertvollem Tierfutter. Diese nachhaltige Partnerschaft spart ihnen jährlich Tausende von Dollar an Heu- und verarbeiteten Tierfutterkosten.






Wer isst die zusätzlichen Produkte?

Kühe
Zurück auf dem Bauernhof, als der Traktor anspringt, um die Kompostbehälter von den Pritschenwagen auf die Felder zu bringen, hören die Kühe den Motor und kommen angerannt. Sie freuen sich schon auf das, was sie erwartet: Karotten, Kürbisse, Äpfel, Süßkartoffeln, Zwiebeln, Kohl – alles schmeckt ihnen. Jorge weiß, dass sie gespannt sind, denn sie warten muhend und tänzelnd auf ihn.
Joe und Jorge nehmen fast alle Produkte vom Hof mit, außer Zitrusfrüchten. Joe erklärt, wie er mit den Zitrusfrüchten in den Kompostbehältern umgeht: „Kühe mögen keine Zitrusfrüchte. Aber manchmal sind sie mit dem Gemüse in diesen Kompostbehältern vermischt. Ich nehme also die Zitrusfrüchte, werfe sie auf den Boden und die Rinder treten darauf. Sie fressen sie nicht, aber wenn sie darauf treten, liegt der süße Zitrusduft in der Luft, statt des Kuhgeruchs. Das mache ich für meine Nachbarn. Und die Zitrusfrüchte werden hier natürlich kompostiert.“

PFERDE

Pintu ist das einzige Tier, das Jorge über die Jahre behalten hat, weil er ihn so gern hat. Andere Pferde kommen und gehen auf seinem Hof, aber Pintu ist hier, um Snacks zu fressen und die Kinder in Jorges Familie spontan auf ihm herumreiten zu lassen. Pintu liebt Karotten und Äpfel von Second Harvest. Er bekommt täglich zwei bis drei Äpfel als Leckerbissen, zusätzlich zu seiner normalen Ernährung mit Luzerne und Heu.
HÜHNER

Jorge hält Hühner wegen der Eier. Damit sie weiterhin Eier legen, füttert er sie regelmäßig mit Hühnerfutter und Essensresten von Second Harvest, wie Wassermelonen, Äpfeln und Mais.
ZIEGEN
Jorge begann mit einer Handvoll Ziegen auf seiner Farm und lernte schnell, dass sie sich vermehren, wenn man sie füttert und pflegt!


„Wenn man Ziegen hat“, lacht Jorge, „hat man heute fünf und morgen schon 15! Und ich habe nur einen Ziegenbock. Der verschwendet keine Zeit!“
Die Ziegen fressen viel Heu, Sträucher und Blätter von Bäumen auf dem Grundstück und lieben Obst, Karotten und Kohl der zweiten Ernte. Jorge sagt, seine Ziegen mögen besonders Äpfel (siehe Bild oben) und Pflaumen.
SCHWEINE
Entgegen der landläufigen Meinung fressen Schweine nicht alles. Im Laufe der Jahre hat Jorge gelernt, dass sie besonders gerne Kürbis, Gurken, Wassermelonen, braunen Reis und Milch mögen. Jorge sagt, sie seien „verrückt nach der Milch!“ Schweine brauchen Getreide für eine ausgewogene Ernährung, und Jorge gibt ihnen gerne braunen Reis, wenn er verfügbar ist.



ENTEN

In den letzten Wochen hat Jorge etwas mehr als zwei Dutzend kostenlose Enten bekommen, gibt aber zu, dass er noch keine Erfahrung mit der Entenhaltung hat. Auf die Frage, was er mit den Enten vorhabe, sagte er: „Bis jetzt mache ich nichts. Ich füttere sie nur.“
Diese Enten fressen alle Produkte, insbesondere Äpfel, Kohl und Mais.
Ihre Wirkung
Second Harvest ist dankbar für lokale Bauern wie Joe und Jorge, die den kleinen Teil unserer Lebensmittel, der nicht an unsere Gemeinde verteilt werden kann, gerne nutzen. Indem sie diese Lebensmittel sinnvoll nutzen, helfen Joe und Jorge Second Harvest, nachhaltige Alternativen zur Lebensmittelverschwendung zu finden.
Diese bemerkenswerte Leistung wird durch großzügige Spender, Partner und Freiwillige ermöglicht, die unser lokales Lebensmittelsystem unterstützen. Dank dieser Unterstützung können wir unser Lebensmittelrettungsprogramm optimal nutzen und unsere hungernden Nachbarn ernähren.